SP Bassersdorf verlangt einen verkehrsberuhigten Postplatz

Die SP Bassersdorf ist mit der «Initiative Brunner» und dem Lösungsvorschlag des Gemeinderats unzufrieden. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Emissionen zu senken, bringt sie für die kommende Gemeindeversammlung einen neuen Vorschlag ein, der die regulären Parkplätze auf dem Postplatz aufheben soll.

An der kommenden Gemeindeversammlung vom 18. September 2018 wird über die «Initiative Brunner» entschieden. Diese Einzelinitiative von Olav Brunner verlangt, dass das Längsparkierungskonzept des «Runden Tisches» abgelehnt wird. Das Parkplatzangebot soll also bestehen bleiben.

 

Die SP Bassersdorf ist unzufrieden mit der «Initiative Brunner» und dem Lösungsvorschlag der Arbeitsgruppe «Begegnungszone». Beide Vorschläge erfüllen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit des Langsamverkehrs bei weitem nicht.

 

Ausserdem wird die Verkehrsbelastung um einen sensiblen, neuralgischen Dorfplatz durch das Aufheben der Parkplätze nicht vermindert. Wenn die «Initiative Brunner» oder der Gegenvorschlag des Gemeinderats angenommen werden, bleibt das hohe Verkehrsvolumen von ca. 1’000 Bewegungen pro Tag für Ein- und Ausparkiervorgänge sowie Zu-, Durch- und Wegfahrten bestehen.

 

Die SP Bassersdorf hat deshalb an der Gemeindeversammlung vom 18. September 2018 einen Änderungsantrag zum Traktandum 5 eingereicht. In diesem verlangt sie, dass der Gegenvorschlag des Gemeinderats umgesetzt wird, allerdings ohne oberirdische Parkplätze im Umfeld des Postplatzes. Einzig die zwei Parkplätze für mobilitätsbeeinträchtigte Personen sollen vor der Apotheke belassen werden.

 

Weiterhin verlangt der Änderungsantrag, dass die im Gegenvorschlag bestimmten Umsetzungsmassnahmen für die Erkennbarkeit der Begegnungszonen umgesetzt werden sollen. Die Kosten für die Ausführung des SP-Vorschlags bleiben in der selben Grössenordnung wie die des Gegenvorschlags des Gemeinderats.

Schwächere Verkehrsteilnehmer sind mit dem jetzigen Verkehrsregime im Nachteil. Der Vorschlag der SP möchte die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr erhöhen.
Schwächere Verkehrsteilnehmer sind mit dem jetzigen Verkehrsregime im Nachteil. Der Vorschlag der SP möchte die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr erhöhen.

SP-Vorschlag eliminiert den Suchverkehr

Die Strassen im Zentrum müssen wegen übergeordnetem Recht befahrbar bleiben, doch das Aufheben der Parkplätze wird trotzdem eine deutliche Verkehrsberuhigung mit sich bringen. Von dieser Lösung profitiert der Langsamverkehr und wegen den niedrigeren Emissionen auch die Anwohnerinnen und Anwohner um den Dorfplatz.

Parkhausanlage wird besser ausgenutzt

Das Argument, dass die Kundschaft bei der Apotheke wegen den fehlenden Parkplätzen wegfallen wird, sieht die SP als haltlos; Unter dem Dorfplatz besteht eine hervorragende Parkhausanlage mit effizienter Ein- und Ausfahrt zum Hauptstrassensystem. Weiterhin wird der Niveauunterschied der Parkierungsanlage mit schnellen Liftsystemen sowie einem direkten Aufgang vor dem Dorfplatz überwunden. Und: Die Rosengarten Apotheke an der Postrasse 1 geniesst als einzige Apotheke in Bassersdorf eine Monopolstellung.

 

Der Vorstand der SP Bassersdorf ist überzeugt, dass ein verkehrsberuhigter Dorfplatz zu einem Ort gemacht werden kann, der viele positive Begegnungen erzeugt und die Lebensqualität in der Gemeinde erhöht.