Initiative Moser ist schädlich für die Entwicklungsstrategie 2030

Fabian Moser von der SVP verlangt in einer Initiative, dass in Bassersdorf keine Hochhäuser mehr gebaut werden dürfen und dass auf die Einzonung des Gebiets «Bahnhof Süd» verzichtet werden soll. Das Vorhaben verhindert eine intelligente Bau- und Zonenordnung, welche durch Verdichtung das essentielle Gut Boden schützt.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Grossraum Zürichs durch seine hohe Attraktivität auch in Zukunft junge wie ältere Menschen anziehen wird. Das Bevölkerungswachstum sowie der Wunsch nach freiem Kulturland und einer intakten Natur werden die Kommunen des Kantons zunehmend raumplanerische Herausforderungen bringen.

 

Nur eine zukunftsweisende Bau- und Zonenordnung, die durch Verdichtung weiss, haushälterisch mit dem knappen Gut Boden umzugehen, kann dieser Herausforderung Einhalt bieten. Die Initiative von Fabian Moser (SVP) verhindert leider die intelligente Planung der baulichen Ausrichtung Bassersdorfs. Sie verlangt, dass künftig keine Hochhäuser gebaut werden und dass auf die Entwicklung eines neuen Quartiers südlich des Bahnhofs verzichtet werden soll.

 

Die Initiative wird im Hinblick auf die geplante Neuausrichtung der Bau- und Zonenordnung durch starre Vorschriften dem Gemeinderat Steine in den Weg legen. Unter anderem beim Vorhaben die Region „Bahnhof Süd“ bis zum Jahr 2030 als neues Quartier mit 3’300 Einwohnerinnen und Einwohnern zu entwickeln.

 

Ohne den Bau von verdichteten Wohnhäusern wird das Ziel der Abfederung des Bevölkerungswachstums nicht erreicht. Die SP Bassersdorf sieht die Gemeinde Bassersdorf in der Pflicht, bei der Verdichtung im Kanton Zürich mitzuwirken. Die Entwicklungsstrategie 2030 und ein allfällig neues Quartier südlich am Bahnhof werden hierzu ihren Beitrag leisten.

Der Kanton erwartet, dass im Jahr 2040 über 1,8 Millionen Menschen im Kanton Zürich leben.
Der Kanton erwartet, dass im Jahr 2040 über 1,8 Millionen Menschen im Kanton Zürich leben.

Dorfcharakter Bassersdorfs in Gefahr?

Fabian Moser hat die Initiative eingereicht, weil er durch den Bau von Hochhäusern den Dorfcharakter Bassersdorfs in Gefahr sieht. Wir von der SP sind der Meinung, dass der Dorfcharakter im Kern zu bestehen hat, an den Rändern jedoch durch mögliche Hochhäuser nicht in Gefahr ist.

 

„Entfremdung passiert nicht wegen Hochhäusern, sondern wegen der fehlenden Bürgerpartizipation“, so Panagiotis Psomas. „Wem die kommunale Gemeinschaft wichtig ist, der sorgt dafür, dass durch mehr gemeinnütziges Engagement viele positive Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern erzeugt werden.“

Infrastrukturkosten können durch einen Mehrwertausgleich gedämpft werden

Fabian Moser gibt ebenfalls an, dass er befürchtet, die Infrastrukturkosten bei der Erschliessung des Gebiets «Bahnhof Süd» würden die Finanzen Bassersdorfs aus dem Gleichgewicht bringen. Dies muss aber nicht zwingend sein, denn bei einer allfälligen Überbauung des Gebiets könnte der Gemeinderat durch Mehrwertausgleich den Bau von Infrastruktur zu einem gewichtigen Teil finanzieren.